Das Wichtigste auf einen Blick
Impfungen gehören zu den wenigen Maßnahmen, mit denen sich schwere Infektionskrankheiten beim Pferd zuverlässig verhindern lassen. Die StIKo Vet – (Ständige Impfkommission Veterinärmedizin) unterscheidet dabei zwischen Core-Impfungen für jedes Pferd und Non-Core-Impfungen nach individuellem Risiko. Entscheidend für den Schutz ist nicht die einzelne Spritze, sondern die vollständige Grundimmunisierung und die konsequente Auffrischung. Wird ein Termin deutlich überzogen, kann es notwendig sein, die Grundimmunisierung zu wiederholen.
- Core-Impfungen: Tetanus, Influenza sowie die Herpesviren EHV-1 und EHV-4 werden für jedes Pferd empfohlen. In vielen Regionen Deutschlands kommt der Schutz gegen das West-Nil-Virus hinzu.
- Grundimmunisierung: Sie beginnt in der Regel ab dem sechsten Lebensmonat, weil vorher die Antikörper aus dem Kolostrum den Impferfolg stören. (Kolostrum ist die erste Milch der Stute nach der Geburt.) Danach folgen zwei bis drei Termine in festen Abständen.
- Auffrischung: Tetanus alle zwei bis drei Jahre, Influenza und Herpes alle sechs Monate, West-Nil jährlich vor der Mückensaison.
- Nach der Impfung: Ein bis zwei Tage ohne intensives Training, aber mit leichter Bewegung. Eine kleine Schwellung, etwas Mattigkeit und eine Temperatur bis 39 Grad Celsius sind normal.
- Kosten und Nachweis: Die Gebührenordnung für Tierärzte gibt den Rahmen vor, Sammeltermine im Stall senken die Kosten deutlich. Für Turnierstarts müssen die Einträge im Equidenpass lückenlos stimmen.
Lesen Sie weiter, um den kompletten Impfplan mit allen Intervallen zu überblicken, Impfreaktionen richtig einzuordnen und zu erfahren, was bei einem verpassten Termin gilt.
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Kaum ein Thema im Stall wird so oft und so widersprüchlich diskutiert wie das Impfen. Die einen impfen konsequent alles, die anderen möglichst wenig. Viele Pferdebesitzer wünschen sich deshalb eine klare Orientierung, welche Impfungen sinnvoll sind und wann sie anstehen. Dieser Beitrag sortiert das Thema von Grund auf, damit Sie für Ihr Pferd eine informierte Entscheidung treffen und die Termine im Blick behalten können.
Core und Non-Core: das Prinzip hinter dem Impfplan
Die fachliche Grundlage für Impfempfehlungen in Deutschland bildet die Leitlinie der StIKo Vet (Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin). Sie ordnet Impfungen in zwei Gruppen ein, und dieses Prinzip macht das ganze Thema deutlich übersichtlicher.
Core-Impfungen sind solche, die für jedes Pferd empfohlen werden. Der Grund liegt entweder in der Schwere der Erkrankung oder darin, dass ein hoher Durchimpfungsgrad in der Population alle Pferde schützt. Bei Tetanus etwa ist jedes Pferd gefährdet, weil die Erreger im Boden allgegenwärtig sind. Bei Influenza und Herpes geht es zusätzlich um den Bestandsschutz, denn nur wenn genügend Pferde geimpft sind, laufen Ausbrüche im Stall glimpflicher ab.
Non-Core-Impfungen richten sich nach dem individuellen Risiko. Hier entscheiden Standort, Nutzung, Alter, Zuchteinsatz, Reisetätigkeit und die Situation im Bestand. Eine Zuchtstute braucht einen anderen Schutz als ein Freizeitpferd, das im selben Stall steht.
Was daraus für Ihr Pferd folgt, lässt sich in einem kurzen Gespräch klären. Sinnvoll ist es, den Impfplan einmal im Jahr gemeinsam mit dem behandelnden Team durchzugehen, am besten zusammen mit anderen Routinemaßnahmen wie der Zahnkontrolle und der Entwurmung.
Sie sind unsicher, welche Impfungen Ihr Pferd tatsächlich braucht? Die Tierärzte in den Altano-Kliniken erstellen mit Ihnen einen Impfplan, der zu Haltung und Nutzung passt. Finden Sie jetzt eine Klinik in Ihrer Nähe.
Die drei Core-Impfungen im Überblick
Tetanus: der Schutz, auf den kein Pferd verzichten sollte
Wundstarrkrampf wird durch ein Bakterium verursacht, das als widerstandsfähige Dauerform überall im Erdboden vorkommt. Schon eine kleine, unbemerkte Verletzung genügt als Eintrittspforte. Pferde reagieren auf das Nervengift dieses Erregers besonders empfindlich, und eine ausgebrochene Erkrankung endet trotz intensiver Behandlung häufig tödlich.
Genau deshalb gehört Tetanus zu den wichtigsten Impfungen. Sie ist gut verträglich, wirkt zuverlässig und schützt vor einer Krankheit, gegen die es im Ernstfall kaum ein Mittel gibt. Ein vollständig geimpftes Pferd braucht bei einer Verletzung auch keine zusätzliche Notfallbehandlung mit Serum, was im akuten Fall Zeit und Aufwand spart.
Influenza: Pferdegrippe mit hohem Ansteckungsrisiko
Die Pferdeinfluenza breitet sich über die Luft extrem schnell aus. Ein einzelnes erkranktes Pferd kann innerhalb weniger Tage einen ganzen Bestand anstecken. Typisch sind hohes Fieber, trockener, harter Husten, Nasenausfluss und deutlicher Leistungsabfall. Wie Sie Husten richtig einordnen, beschreiben wir im Ratgeber Wenn das Pferd hustet.
Die Impfung verhindert eine Ansteckung nicht immer vollständig, mildert den Verlauf aber erheblich und verkürzt die Zeit, in der ein Pferd Viren ausscheidet. Gerade das ist im Bestand entscheidend. Nicht selten bleiben nach einer durchgemachten Infektion chronische Atemwegsprobleme zurück, wie sie im Beitrag zum Equinen Asthma beschrieben sind.
Herpes: EHV-1 und EHV-4
Herpesviren sind bei Pferden weit verbreitet. Die meisten Tiere tragen das Virus lebenslang in sich, ohne krank zu sein, können es aber unter Stress wieder ausscheiden. Drei Verlaufsformen sind relevant: Atemwegserkrankungen vor allem bei Jungpferden, Fehlgeburten bei tragenden Stuten und in seltenen Fällen eine schwere neurologische Form mit Bewegungsstörungen bis zum Festliegen, wie wir sie im Ratgeber zur Ataxie beim Pferd beschreiben.
Die Impfung schützt nicht vor der Infektion selbst, senkt aber die Virusausscheidung deutlich und verringert damit das Ausbruchsrisiko im Bestand. Für Zuchtbetriebe und für Ställe mit häufigem Pferdewechsel ist sie besonders wichtig. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über Herpes.
Ihr Bestand hat häufig wechselnde Pferde? Ein abgestimmtes Impfkonzept für den gesamten Stall senkt das Ausbruchsrisiko deutlich. Lassen Sie sich jetzt in einer Altano-Klinik beraten.
Der komplette Impfplan als Tabelle
Die folgende Übersicht zeigt die Grundimmunisierung und die Auffrischungsintervalle nach den aktuellen Empfehlungen. Die Altersangaben gelten für Fohlen mit normaler Kolostrumversorgung. Kolostrum ist die erste Milch der Stute nach der Geburt. Sie enthält wichtige Abwehrstoffe, die das Immunsystem des Fohlens unterstützen.
| Impfung | 1. Impfung | 2. Impfung | 3. Impfung | Auffrischung |
|---|---|---|---|---|
| Tetanus | ab dem 6. Lebensmonat | 4 bis 6 Wochen später (ca. 7 bis 7,5 Monate) | 12 Monate nach der 2. Impfung (ca. 19 bis 21 Monate) | alle 2 bis 3 Jahre, je nach Impfstoff |
| Influenza | ab dem 6. Lebensmonat | 4 bis 6 Wochen später (ca. 7 bis 7,5 Monate) | 5 bis 6 Monate nach der 2. Impfung (ca. 12 bis 14 Monate) | alle 6 Monate |
| Herpes (EHV-1/EHV-4) | ab dem 6. Lebensmonat | 4 bis 6 Wochen später (ca. 7 bis 7,5 Monate) | entfällt | alle 6 Monate |
| West-Nil-Virus | ab dem 6. Lebensmonat | 3 bis 5 Wochen später | entfällt | jährlich vor der Mückensaison |
Für erwachsene Pferde ohne dokumentierte Vorgeschichte gilt dasselbe Schema, nur ohne die Altersangaben. Die Abstände zwischen den Terminen bleiben identisch.
Zwei Dinge sind dabei besonders wichtig. Erstens sind Kombinationsimpfstoffe üblich und sinnvoll, etwa gegen Tetanus und Influenza in einer Spritze. Das reduziert die Anzahl der Einstiche, ohne die Wirksamkeit zu beeinträchtigen. Zweitens richtet sich das genaue Intervall immer nach dem verwendeten Impfstoff. Die Angaben in der Tabelle sind der übliche Rahmen, das Präparat entscheidet im Einzelfall.
West-Nil-Virus und weitere Non-Core-Impfungen
Das West-Nil-Virus wird von Stechmücken übertragen und hat sich seit dem ersten Nachweis bei Pferden in Deutschland deutlich ausgebreitet. Betroffen sind vor allem Regionen im Osten und in der Mitte des Landes, die Grenzen der Risikogebiete verschieben sich jedoch von Jahr zu Jahr. Die Infektion verläuft bei den meisten Pferden unbemerkt, kann aber eine schwere Entzündung des Gehirns und des Rückenmarks auslösen. Geimpft wird zweimal im Abstand von drei bis fünf Wochen, danach jährlich im Frühjahr, bevor die Mückensaison beginnt. Wir widmen diesem Thema einen eigenen ausführlichen Ratgeber.
Daneben gibt es weitere Impfungen, die je nach Situation sinnvoll sein können:
- Tollwut ist in Deutschland bei Pferden praktisch bedeutungslos, wird aber für Auslandsreisen in bestimmte Länder verlangt.
- Gegen Druse, eine hoch ansteckende bakterielle Erkrankung der oberen Atemwege, steht ein Impfstoff zur Verfügung. Der Einsatz wird vor allem in Beständen mit wiederkehrenden Ausbrüchen erwogen und braucht eine sorgfältige Abwägung.
- Die Impfung gegen Dermatomykose kann bei Beständen mit anhaltenden Problemen durch Hautpilz eingesetzt werden, mehr dazu im Ratgeber zu Hautpilz beim Pferd.
- Gegen die Equine Virusarteritis wird vor allem im Zuchtbereich geimpft, insbesondere bei Hengsten, weil das Virus über das Sperma übertragen wird.
Bei allen Non-Core-Impfungen gilt dasselbe Vorgehen: Erst wird das tatsächliche Risiko bewertet, dann wird entschieden. Pauschale Empfehlungen führen hier selten zu guten Ergebnissen.
Sie wohnen in einem Gebiet mit hohem Mückenaufkommen? Das tierärztliche Team der Altano-Kliniken kennt die regionale Risikolage und berät Sie zum West-Nil-Schutz. Hier finden Sie eine Klinik in Ihrer Nähe.
Fohlen und tragende Stuten
Bei Zuchtpferden greifen zusätzliche Regeln, die eng miteinander zusammenhängen.
Tragende Stuten werden gegen Herpes im fünften, siebten und neunten Trächtigkeitsmonat geimpft. Ziel ist es, einen Virusabort zu verhindern, der ohne Vorwarnung auftreten kann. Zusätzlich wird die Stute etwa vier bis sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin gegen Tetanus und Influenza aufgefrischt. Der Grund dafür ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Die dabei gebildeten Antikörper gelangen über das Kolostrum (erste Milch der Stute nach der Geburt) in das Fohlen und schützen es in den ersten Lebensmonaten.
Genau diese mütterlichen Antikörper sind auch der Grund, warum Fohlen nicht früher geimpft werden. Sie würden den Impfstoff abfangen, bevor das junge Immunsystem selbst reagieren kann. Deshalb beginnt die Grundimmunisierung in aller Regel erst ab dem sechsten Lebensmonat.
Eine Ausnahme betrifft Fohlen von Stuten mit unklarem oder fehlendem Impfschutz. Sie sind in den ersten Lebenswochen besonders gefährdet und brauchen ein individuell angepasstes Vorgehen, das im Einzelfall besprochen werden muss.
Sie erwarten ein Fohlen und möchten den Impfschutz rechtzeitig planen? Die Altano-Kliniken begleiten Stute und Fohlen von der Trächtigkeit bis zur Grundimmunisierung. Jetzt eine Klinik in Ihrer Nähe finden.
Was kostet die Impfung?
Die Preisgestaltung tierärztlicher Leistungen ist in Deutschland durch die Gebührenordnung für Tierärzte geregelt. Sie gibt einen Rahmen vor, innerhalb dessen je nach Aufwand, Tageszeit und Dringlichkeit abgerechnet wird. Die konkreten Kosten setzen sich dabei immer aus mehreren Bestandteilen zusammen: der allgemeinen Untersuchung vor der Impfung, der Impfung selbst als Leistung, dem verwendeten Impfstoff, der Umsatzsteuer und gegebenenfalls einer Anfahrtspauschale.
Wie hoch die Gesamtkosten ausfallen, hängt unter anderem auch davon ab, ob weitere Pferde am selben Termin geimpft werden. Bei mehreren Pferden lassen sich die Anfahrtskosten aufteilen, sodass ein gemeinsamer Impftermin im Stall häufig die wirtschaftlichere Lösung ist. Verlässliche Zahlen bekommen Sie am besten direkt bei Ihrer Klinik oder Praxis, denn Impfstoffpreise und Aufwand unterscheiden sich.
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Nach der Impfung: Bewegung, Reaktionen und Warnzeichen
Geimpft wird beim Pferd üblicherweise in die Muskulatur des Halses, meist im mittleren Halsdrittel im Bereich des Halsdreiecks, gelegentlich auch in die Brustmuskulatur. Diese Stellen sind gut zugänglich und muskelstark, was die Verträglichkeit verbessert.
In den ersten ein bis zwei Tagen sollte Ihr Pferd keine intensive Arbeit leisten. Vollständige Boxenruhe sollte jedoch vermieden werden. Leichte Bewegung im Schritt, Führen oder freier Auslauf sind sogar empfehlenswert, weil sie die Durchblutung fördern und Schwellungen an der Einstichstelle vorbeugen. Nach der zweiten Impfung der Grundimmunisierung darf Ihr Pferd nach zwei Wochen wieder am Turnier teilnehmen, nach einer Auffrischungsimpfung bereits nach einer Woche.
Diese Reaktionen sind normal und klingen von allein ab:
- Eine leichte, warme Schwellung an der Einstichstelle für ein bis drei Tage
- Etwas Steifheit im Hals, sichtbar an vorsichtigem Kopfsenken beim Fressen
- Leichte Mattigkeit und etwas verminderter Appetit für ein bis zwei Tage
- Eine leicht erhöhte Temperatur bis etwa 39,0 Grad Celsius für maximal zwei Tage
Tierärztlichen Rat sollten Sie einholen, wenn die Temperatur über 39,0 Grad steigt oder länger als zwei Tage erhöht bleibt, wenn die Schwellung sehr groß, hart und schmerzhaft wird oder nach mehreren Tagen zunimmt, wenn Ihr Pferd deutlich lahmt, wenn Quaddeln am ganzen Körper auftreten oder wenn Atemnot, Unruhe und starkes Schwitzen zu beobachten sind. Wie Sie die Temperatur richtig messen und einordnen, erklären wir im Ratgeber zu Fieber beim Pferd. Treten flächige Quaddeln auf, hilft der Beitrag zum Nesselfieber beim Pferd bei der Einordnung.
Schwere allergische Reaktionen sind sehr selten, treten aber meist innerhalb der ersten Minuten bis Stunden auf. Deshalb ist es sinnvoll, das Pferd nach der Impfung noch eine Weile im Blick zu behalten, statt es direkt allein auf die Weide zu stellen.
Ihr Pferd reagiert stärker als erwartet auf die Impfung? Finden Sie jetzt eine Altano-Klinik in Ihrer Nähe.
Termin verpasst: was jetzt gilt
Ein überzogener Impftermin ist ärgerlich, lässt sich aber in den meisten Fällen korrigieren. Wie lange sich ein Intervall strecken lässt, hängt von der Impfung ab.
Bei Tetanus ist der Spielraum am größten. Der Schutz hält in der Regel länger als das empfohlene Intervall, sodass eine Überschreitung um einige Monate meist ohne Neustart der Grundimmunisierung ausgeglichen werden kann. Trotzdem gilt: Je näher am Termin, desto sicherer.
Bei Influenza und Herpes ist der Rahmen enger. Wird das Sechs-Monats-Intervall deutlich überschritten, kann eine erneute Grundimmunisierung notwendig werden. Für Turnierpferde ist zusätzlich das Regelwerk der Deutschen Reiterlichen Vereinigung maßgeblich. Es verlangt eine korrekt dokumentierte Grundimmunisierung gegen Influenza sowie Auffrischungen innerhalb festgelegter Fristen, und es schreibt vor, dass zwischen der letzten Impfung und dem Start eine Mindestzahl von 7 Tagen liegen muss. Wer Turniere plant, sollte diese Fristen unbedingt einhalten, denn ein fehlerhafter Eintrag im Equidenpass kann zum Startverbot führen.
Influenza-Impfung bei Turnierpferden
Für Turnierpferde in Deutschland ist eine Influenza-Impfung nach den Vorgaben der Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) der FN verpflichtend.
Für den vollständigen Impfschutz braucht Ihr Pferd drei Impfungen:
- Erste Impfung
- Zweite Impfung: 28–70 Tage nach der ersten Impfung
- Dritte Impfung: spätestens 6 Monate und 21 Tage nach der zweiten Impfung
Anschließend müssen die Auffrischungsimpfungen in einem Abstand von maximal 6 Monaten + 21 Tagen erfolgen.
Für den Turnierstart gelten außerdem Wartezeiten: Nach der zweiten Impfung müssen mindestens 14 Tage vergangen sein. Nach der dritten Impfung und nach Auffrischungsimpfungen müssen mindestens sieben Tage vergangen sein. Die Impfungen werden vom Tierarzt im Equidenpass dokumentiert und können auf dem Turnier kontrolliert werden.
Bewahren Sie den Impfpass gut auf und fotografieren Sie die Impfseiten. So haben Sie die Daten unterwegs griffbereit und können Termine rechtzeitig planen. Viele Kliniken erinnern auf Wunsch auch aktiv an anstehende Auffrischungen.
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Impfen und Immunsystem: was drumherum zählt
Eine Impfung wirkt nur so gut wie das Immunsystem, das darauf antwortet. Deshalb lohnt es sich, den Termin bewusst zu legen und das Umfeld mitzudenken.
Geimpft wird grundsätzlich nur ein gesundes Pferd. Bei Fieber, akutem Husten, laufender Antibiotikatherapie oder unmittelbar nach einer schweren Erkrankung wird der Termin verschoben. Auch direkt nach einem langen Transport oder einem anstrengenden Turnierwochenende ist ein bis zwei Tage Pause sinnvoll, bevor geimpft wird.
Darüber hinaus unterstützen Sie den Impferfolg durch gute Grundbedingungen. Dazu gehören eine bedarfsgerechte Fütterung mit ausreichend Raufutter, gute Stallluft ohne Zugluft und Staub, regelmäßige Bewegung sowie ein möglichst stressarmer Alltag. Der Insektenschutz spielt zusätzlich eine Rolle, weil er den Druck durch stechende Insekten senkt, wie im Ratgeber zum Sommerekzem beschrieben.
Sie möchten Impfungen, Entwurmung und Zahnkontrolle sinnvoll aufeinander abstimmen? Das erfahrene Team der Altano-Kliniken erstellt Ihnen einen Jahresplan für Ihr Pferd. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin.
Fazit: Ein guter Impfplan ist einfacher, als er klingt
Das Impfthema wirkt kompliziert, lässt sich aber auf wenige klare Punkte herunterbrechen. Tetanus, Influenza und Herpes gehören für praktisch jedes Pferd dazu, in vielen Regionen kommt der Schutz gegen das West-Nil-Virus hinzu. Alles Weitere richtet sich nach Standort, Nutzung und Bestand.
Halten Sie die Grundimmunisierung vollständig ein, denn eine einzelne Impfung schützt nicht. Achten Sie auf die Auffrischungsintervalle, bei Tetanus alle zwei bis drei Jahre, bei Influenza und Herpes alle sechs Monate. Impfen Sie nur gesunde Pferde und planen Sie danach ein bis zwei ruhige Tage mit leichter Bewegung ein. Behalten Sie leichte Impfreaktionen im Blick, sie sind normal, sollten aber nach zwei Tagen abgeklungen sein. Achten Sie darauf, dass der Equidenpass stets aktuell ist und bei jedem Termin bereitliegt.
Am einfachsten wird es, wenn Sie einmal jährlich gemeinsam mit Ihrem Tierarzt den Impfplan durchgehen und alle Termine für das kommende Jahr festlegen. Dann geraten Auffrischungen nicht in Vergessenheit, und Ihr Pferd ist zuverlässig geschützt.
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