Das Wichtigste auf einen Blick
Lahmheit ist eines der häufigsten Gesundheitsprobleme im Pferdeleben und keine eigenständige Erkrankung, sondern immer ein Zeichen dafür, dass dem Pferd etwas wehtut. Das Spektrum reicht von kaum wahrnehmbaren Taktfehlern, die nur auf hartem Boden oder in der Wendung auffallen, bis zur hochgradigen Lahmheit, bei der das Pferd das betroffene Bein kaum noch belastet. Welches Bein betroffen ist, verrät oft die Kopf- und Hüftbewegung: Bei einer Lahmheit vorne nimmt das Pferd den Kopf hoch, sobald die schmerzhafte Gliedmaße auffußt, bei einer Lahmheit hinten senkt sich die Hüfte auf der gesunden Seite stärker ab.
In vielen Fällen liegt die Ursache im Huf – ein Hufabszess, eine Prellung oder eine Steingalle stecken besonders häufig hinter einer plötzlichen Lahmheit. Aber auch Gelenkentzündungen, Arthrose, Sehnen- und Bänderschäden sowie Erkrankungen wie Hufrehe oder das Hufrollensyndrom kommen infrage. Selbst wenn äußerlich keine Schwellung zu sehen ist, sollten Sie eine Lahmheit ernst nehmen: Gerade die tiefer liegenden Ursachen zeigen sich zunächst oft ohne sichtbare Anzeichen. Bei plötzlicher starker Lahmheit, spürbarer Wärme und Pulsation am Huf oder offenen Verletzungen ist rasches Handeln gefragt, je schneller Sie reagieren, desto besser stehen die Chancen auf eine vollständige Genesung.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie eine Lahmheit beim Pferd sicher erkennen, welches Bein betroffen ist, welche Ursachen dahinterstecken und wann Sie sofort tierärztlichen Rat einholen sollten.
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Wenn ein Pferd plötzlich lahmt, ist die Sorge groß und die Fragen sind es auch: Welches Bein ist betroffen? Wie schlimm ist es? Muss sofort der Tierarzt kommen oder reicht erst einmal Ruhe? Dieser Beitrag hilft Ihnen dabei, eine Lahmheit richtig einzuschätzen, die möglichen Ursachen zu verstehen und zu wissen, wann schnelles Handeln gefragt ist.
Was bedeutet Lahmheit und warum sie immer ein Warnsignal ist
Von einer Lahmheit spricht man, wenn ein Pferd sein normales, gleichmäßiges Gangbild nicht mehr zeigt. Es entlastet eine oder mehrere Gliedmaßen, weil ihm die Belastung Schmerzen bereitet oder weil ihm die Beweglichkeit fehlt. Lahmheit ist damit kein eigenes Krankheitsbild, sondern ein Symptom – der Körper zeigt, dass an einer bestimmten Stelle etwas nicht in Ordnung ist.
Fachleute unterscheiden verschiedene Schweregrade: Eine geringgradige Lahmheit ist oft nur auf hartem Boden oder im Kreis zu erkennen, während eine hochgradige Lahmheit dazu führt, dass das Pferd die betroffene Gliedmaße bereits im Schritt kaum noch aufsetzen kann. Genauso wichtig ist die Frage, ob die Lahmheit plötzlich auftritt oder sich schleichend entwickelt. Ein akutes, plötzliches Lahmen bereits im Schritt deutet häufiger auf ein konkretes Ereignis wie einen Hufabszess oder einen Tritt hin, während eine langsam zunehmende Lahmheit im Trab ohne Schwellungen an der betroffenen Gliedmaße eher auf verschleißbedingte Prozesse in den Gelenken hindeutet.
Ihr Pferd zeigt einen unklaren Taktfehler, den Sie nicht einordnen können? Die Tierärzte der Altano-Kliniken finden mit geschultem Blick heraus, was dahinter stecken kann. Finden Sie jetzt eine Klinik in Ihrer Nähe.
Lahmheit beim Pferd erkennen: So lässt sich das betroffene Bein bestimmen
Eine Lahmheit lässt sich anhand des Bewegungsbildes erkennen. Für eine erste Einschätzung kann das Pferd auf hartem, ebenem Boden im Schritt und Trab an lockerer Hand vorgeführt werden. Idealerweise wird die Bewegung dabei von einer zweiten Person beobachtet.
Die folgenden Merkmale können erste Hinweise darauf geben, von welcher Gliedmaße die Lahmheit ausgeht. Sie dienen jedoch ausschließlich der ersten Orientierung und können eine tierärztliche Untersuchung nicht ersetzen. Eine Lahmheit sollte grundsätzlich tierärztlich abgeklärt werden, um die Ursache sicher zu bestimmen und eine passende Behandlung einzuleiten.
- Vorderbein: Lahmt das Pferd vorne, hebt es beim Auffußen der schmerzhaften Gliedmaße den Kopf nach oben, um sie zu entlasten. Beim gesunden Bein senkt sich der Kopf – dieses „Kopfnicken” ist im Trab am deutlichsten zu sehen
- Hinterbein: Bei einer Lahmheit der Hinterhand bleibt die Seite des Beckens auf der schmerzhaften Seite länger oben und senkt sich weniger ab. Die gesunde Seite übernimmt dadurch mehr Belastung und senkt sich entsprechend stärker ab.
- Schrittlänge: Das betroffene Bein wird häufig kürzer vorgeführt, die Bewegung wirkt unrund oder verkürzt
- Taktunreinheit: Schon ein leichter Taktfehler im Trab kann ein erstes Warnzeichen sein, lange bevor eine deutliche Lahmheit sichtbar wird
Ein besonders wichtiges Detail ist, wann die Lahmheit auftritt. Manche Pferde lahmen im Trab, aber nicht im Schritt: das spricht dafür, dass die Belastung eine Rolle spielt, etwa bei Gelenk- oder Sehnenproblemen. Verstärkt sich die Lahmheit auf der Kreislinie oder auf hartem Boden, liefert auch das dem Tierarzt wertvolle Hinweise.
Sie sind unsicher, welches Bein Ihr Pferd entlastet und wie ernst die Lahmheit ist? Das tierärztliche Team der Altano-Kliniken beurteilt das Gangbild Ihres Pferdes mit geschultem Blick und moderner Diagnostik. Finden Sie jetzt eine Klinik in Ihrer Nähe.


Die häufigsten Ursachen: Warum Ihr Pferd lahmt
Die Bandbreite möglicher Auslöser ist groß, doch einige Ursachen treten besonders häufig auf. Als Faustregel gilt unter Tierärzten: Bei Lahmheit an der Vorhand liegt das Problem in etwa neun von zehn Fällen im Zehenbereich. Aber auch höher gelegene Strukturen können betroffen sein.
Die folgenden Ursachen begegnen Pferdebesitzern am häufigsten:
- Hufabszess: Eine der häufigsten Ursachen für eine plötzliche, oft hochgradige Lahmheit. Eiter sammelt sich im Huf und erzeugt starken Druck, meist ist der Huf warm und deutlich pulsierend
- Prellungen und Steingallen: Tritt das Pferd auf einen spitzen Stein oder harten Untergrund, kann die empfindliche Huflederhaut gequetscht werden
- Gelenkentzündungen und Arthrose: Verschleiß oder Entzündungen in Gelenken wie dem Fesselgelenk führen zu wiederkehrender oder zunehmender Lahmheit
- Sehnen- und Bänderschäden: Überlastung oder Fehltritte können Sehnen und Bänder schädigen: typisch sind Schwellung, Wärme und Druckempfindlichkeit an der betroffenen Stelle
- Hufrehe: Eine schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut, die häufig beide Vorderbeine betrifft und einen klammen, trippelnden Gang verursacht
- Erkrankungen der Hufrolle: Chronische Schmerzen im hinteren Hufbereich, die sich schleichend entwickeln
- Verletzungen und Tritte: Wunden, Nageltritte oder ein Schlag durch ein anderes Pferd können ebenfalls zu akuter Lahmheit führen
Viele dieser Ursachen hängen enger zusammen, als es zunächst scheint. So kann eine dauerhafte Fehlbelastung eines Hufes langfristig auch die Gelenke belasten. Wer die Grunderkrankung kennt, kann gezielter gegensteuern – etwa bei Verschleißerscheinungen wie Spat beim Pferd, bei stoffwechselbedingten Ursachen wie der Hufrehe oder bei chronischen Hufrollenbeschwerden, wie sie der Beitrag zum Hufrollensyndrom ausführlich beschreibt.
Sie möchten die genaue Ursache der Lahmheit abklären lassen? In den Altano-Kliniken steht Ihnen moderne Diagnostik vom Röntgen bis zum MRT zur Verfügung. Finden Sie jetzt eine Klinik oder Praxis in Ihrer Nähe.
Wenn keine Schwellung sichtbar ist: Lahmheit ohne äußere Anzeichen
Besonders verunsichernd ist es, wenn ein Pferd lahmt, ohne dass äußerlich irgendetwas zu erkennen ist. Häufig sind Veränderungen an den Gelenken und den zugehörigen Weichteilstrukturen die Ursache. Weil sich diese Ursachen bei einer reinen äußerlichen Betrachtung nicht erkennen lassen, ist gerade in solchen Fällen eine gründliche tierärztliche Untersuchung entscheidend. Die Schmerzquelle lässt sich häufig nur mithilfe gezielter Beugeproben, diagnostischer Anästhesien und bildgebender Verfahren eindeutig lokalisieren.
Ein häufiges Missverständnis: Fehlt eine sichtbare Schwellung, bedeutet das nicht automatisch, dass die Ursache harmlos ist. Auch ernsthafte Erkrankungen können zunächst ohne äußerlich erkennbare Veränderungen verlaufen.
Ihr Pferd lahmt ohne erkennbaren Grund und Sie kommen nicht weiter? Mit einer gezielten orthopädischen Untersuchung ergänzt durch bildgebende Diagnostik können die tierärztlichen Teams der Altano-Kliniken auch versteckte Ursachen aufspüren. Finden Sie jetzt eine Klinik in Ihrer Nähe.
Wann ist Lahmheit beim Pferd ein Notfall?
Nicht jede Lahmheit erfordert einen sofortigen Notruf, aber es gibt Situationen, in denen keine Zeit verloren werden darf. Ein wichtiger Anhaltspunkt ist die Kombination aus plötzlichem Auftreten und starker Ausprägung: Lahmt Ihr Pferd plötzlich stark im Schritt oder mag es eine Gliedmaße gar nicht mehr belasten, sollte dies umgehend abgeklärt werden.
Handeln Sie sofort, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen bemerken:
- Das Pferd belastet ein Bein überhaupt nicht mehr oder nur mit äußerster Vorsicht
- Deutliche Wärme und eine spürbare Pulsation der Zehenarterien in Kombination mit einem veränderten Gangbild im Schritt – ein Hinweis auf einen Abszess oder auf Hufrehe
- Eine offene Wunde, ein Nageltritt oder eine stark blutende Verletzung
- Eine plötzliche, deutliche Lahmheit im Schritt
- Verdacht auf einen Knochenbruch: etwa bei unnatürlicher Stellung der Gliedmaße oder hörbaren Geräuschen
Bei diesen Anzeichen sollten Sie das Pferd ruhigstellen und nicht weiter bewegen, bis tierärztlicher Rat eingeholt ist. Gerade bei Verdacht auf einen Bruch kann jede zusätzliche Belastung den Schaden verschlimmern.
Ihr Pferd lahmt plötzlich stark und Sie wissen nicht, wie ernst es ist? Die Altano-Kliniken sind auf orthopädische Notfälle vorbereitet und verfügen über moderne bildgebende Diagnostik. Finden Sie jetzt eine Klinik oder Praxis in Ihrer Nähe.
Was tun, wenn Ihr Pferd lahmt? Die ersten Schritte
Bemerken Sie eine Lahmheit, hilft ein ruhiges, systematisches Vorgehen weiter.
- Bewegung stoppen: Bringen Sie das Pferd auf sicheren, ebenen Boden und vermeiden Sie weitere Belastung
- Bein untersuchen: Tasten Sie die Gliedmaße vorsichtig von oben nach unten ab und achten Sie auf Wärme, Schwellungen, Schmerzreaktionen oder Verletzungen
- Huf kontrollieren: Kratzen Sie den Huf aus und prüfen Sie ihn auf eingetretene Fremdkörper, Steine oder auffällige Wärme. Steckt ein Nagel im Huf, ziehen Sie ihn nicht heraus, sondern lassen Sie ihn für den Tierarzt an Ort und Stelle
- Puls fühlen: Eine verstärkte Pulsation der Zehenarterien am Fesselkopf kann auf eine Entzündung im Huf hindeuten
- Kühlen: Bei Verdacht auf Prellung, Sehnenschaden oder Schwellung kann vorsichtiges Kühlen mit Wasser die Beschwerden lindern
- Dokumentieren: Notieren Sie, wann die Lahmheit begonnen hat und ob sie besser oder schlechter wird, das erleichtert die Diagnose
Sie haben Auffälligkeiten festgestellt oder die Beschwerden haben sich nicht verbessert, empfiehlt sich eine zeitnahe Untersuchung durch einen Tierarzt. Die Altano-Kliniken bieten spezialisierte Diagnostik und Behandlung bei orthopädischen Erkrankungen. Finden Sie jetzt eine Klinik oder Praxis in Ihrer Nähe.
Die tierärztliche Lahmheitsuntersuchung: Der Ursache auf der Spur
Die genaue Ursache einer Lahmheit zu finden, gleicht oft einer Detektivarbeit und genau darin liegt die Stärke einer gründlichen tierärztlichen Untersuchung.
Zu Beginn einer ausführlichen Lahmheitsuntersuchung ist die Anamnese, also die Krankengeschichte des Pferdes, von großer Bedeutung. Dabei wird unter anderem geklärt: Seit wann besteht die Lahmheit? Ist sie auf hartem oder weichem Boden stärker ausgeprägt? Läuft sich das Pferd möglicherweise ein? Gibt es bestimmte Situationen, in denen die Lahmheit besonders deutlich wird? Auch weitere Beobachtungen und Informationen aus dem Alltag des Pferdes können wichtige Hinweise auf die Ursache geben.
Im Anschluss erfolgt eine ausführliche Gangbildanalyse. Dabei wird das Pferd sowohl auf hartem als auch auf weichem Boden sowie auf der Geraden und auf der Wendung beurteilt. Zusätzlich können sogenannte Provokationsbeugeproben der einzelnen Gelenke durchgeführt werden. Dabei wird geprüft, ob sich eine bestehende Lahmheit durch die gezielte Belastung bestimmter Gelenke verstärkt.
Um die Ursache der Lahmheit weiter einzugrenzen, kommen anschließend häufig Leitungsanästhesien zum Einsatz. Dabei werden kleine Mengen eines Lokalanästhetikums gezielt in die Nähe der Nerven der betroffenen Gliedmaße injiziert. Beginnend am unteren Ende der Gliedmaße arbeitet man sich dabei schrittweise nach oben. Nach jedem betäubten Abschnitt wird das Gangbild erneut beurteilt. Wird das Pferd nach der Betäubung eines bestimmten Bereichs deutlich lahmfrei, lässt sich die Schmerzquelle auf diesen Bereich eingrenzen.
Ist der Bereich, aus dem die Lahmheit vermutlich stammt, identifiziert und das Pferd nach der Leitungsanästhesie lahmfrei, können am nächsten Tag gezielte Anästhesien einzelner Strukturen, beispielsweise bestimmter Gelenke, durchgeführt werden. So lässt sich die schmerzauslösende Struktur noch genauer bestimmen.
Ist die Schmerzquelle eindeutig identifiziert, folgt die bildgebende Untersuchung. Je nach Verdachtsdiagnose kommen dabei insbesondere Röntgen und/oder Ultraschall zum Einsatz. In komplexeren oder schwer eindeutig zu beurteilenden Fällen kann zusätzlich eine weiterführende bildgebende Diagnostik wie MRT oder CT erforderlich sein.


Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse und der Diagnose wird anschließend die individuell passende Therapie für Ihr Pferd empfohlen und Sie und Ihr Pferd auf dem gesamten Weg der Genesung begleitet.
Wichtig: Die Lahmheit sollte am Untersuchungstag erkennbar sein
Für den Erfolg einer Lahmheitsuntersuchung ist es wichtig, dass die Lahmheit am Tag der Vorstellung möglichst gut erkennbar ist. Besteht bei Ihrem Pferd beispielsweise eine leichte Lahmheit im Trab und wurde es zwei Wochen lang nicht bewegt, kann es vorkommen, dass die Lahmheit aufgrund der Bewegungspause am Untersuchungstag nicht mehr eindeutig nachvollziehbar ist.
Deshalb ist es empfehlenswert, das individuelle Vorgehen vor der Vorstellung mit Ihrem behandelnden Tierarzt abzustimmen. Auch besondere Situationen können für die Planung der Untersuchung relevant sein. So ist es beispielsweise häufig wenig sinnvoll, ein Pferd unmittelbar nach einem verlorenen Hufeisen zur Lahmheitsuntersuchung vorzustellen – selbst wenn das Hufeisen an der nicht lahmenden Gliedmaße verloren wurde.
Auch in diesem Fall lohnt sich eine kurze Rücksprache mit Ihrem Tierarzt. So kann die Untersuchung optimal vorbereitet und unter möglichst aussagekräftigen Bedingungen durchgeführt werden.
Auf Grundlage der Ergebnisse lässt sich ein gezielter Behandlungsplan erstellen. Je nach Befund reicht das Spektrum von Boxenruhe und entzündungshemmenden Medikamenten über gezielte Gelenkbehandlungen bis hin zu einer Operation und begleitender Physiotherapie für Pferde, die den Heilungsverlauf und den Wiederaufbau unterstützt. Auch der Hufschmied spielt bei vielen orthopädischen Problemen eine wichtige Rolle, um den Bewegungsapparat dauerhaft optimal zu unterstützen.
Ihr Pferd braucht eine gründliche Lahmheitsuntersuchung? Die Altano-Kliniken kombinieren erfahrene Tierärzte mit moderner Diagnostik, um die Schmerzquelle sicher zu finden. Finden Sie jetzt eine Klinik in Ihrer Nähe.


KI-gestützte Bewegungsanalyse beim Pferd: Lahmheiten objektiv erkennen
Nicht jede Lahmheit ist auf den ersten Blick erkennbar. Gerade leichte, wechselnde oder mehrere Gliedmaßen betreffende Lahmheiten können selbst erfahrenen Tierärzten die Beurteilung erschweren. Moderne, KI-gestützte Bewegungsanalyse bietet hier eine wertvolle Ergänzung zur klassischen Lahmheitsuntersuchung. Sie ersetzt die tierärztliche Diagnostik nicht, liefert aber objektive Messwerte, wenn die rein visuelle Beurteilung an ihre Grenzen stößt.
Wie funktioniert die KI-gestützte Lahmheitsanalyse?
Das Pferd wird im Trab mit einem handelsüblichen Smartphone gefilmt – entweder durch den Tierarzt oder den Pferdebesitzer. Anschließend analysiert eine spezielle Bildverarbeitung das Video automatisch. Dabei erkennt die Künstliche Intelligenz charakteristische Punkte am Körper des Pferdes und berechnet die Bewegungsasymmetrie. Sie zeigt also, ob das Pferd beide Körperseiten gleichmäßig belastet oder eine Gliedmaße entlastet. Selbst minimale Unterschiede werden sichtbar und objektiv messbar.


Welche Vorteile bietet die Bewegungsanalyse für Pferdebesitzer?
Die KI-gestützte Bewegungsanalyse schafft mehr Sicherheit und Transparenz bei der Beurteilung von Lahmheiten. Besonders bei unklaren oder wechselnden Auffälligkeiten können objektive Messdaten helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und den Behandlungserfolg nachvollziehbar zu dokumentieren.
Trotz modernster Technik bleibt die tierärztliche Untersuchung der entscheidende Baustein der Diagnose. Die Messergebnisse werden immer gemeinsam mit der klinischen Untersuchung, Beugeproben, diagnostischen Anästhesien und bildgebenden Verfahren bewertet. Erst dieses Gesamtbild ermöglicht eine sichere Diagnose und die Wahl der passenden Behandlung.
Sie möchten die Bewegung Ihres Pferdes objektiv beurteilen lassen? In den Altano-Kliniken verbinden erfahrene Tierärzte moderne Bewegungsanalyse mit umfassender orthopädischer Diagnostik. Finden Sie jetzt eine Klinik in Ihrer Nähe.
Fazit: Genau hinsehen und rechtzeitig handeln
Lahmheit beim Pferd ist immer ein Warnsignal, das Sie ernst nehmen sollten und zugleich ein Symptom, dem sich mit Beobachtung und gezieltem Handeln gut auf den Grund gehen lässt.
Beobachten Sie das Gangbild genau, um herauszufinden, welches Bein betroffen ist und wann die Lahmheit auftritt. Handeln Sie bei plötzlicher starker Lahmheit im Schritt oder offenen Verletzungen sofort und stellen Sie Ihr Pferd ruhig. Eine gründliche tierärztliche Untersuchung schafft Klarheit über die Ursache und bildet die Grundlage für eine individuell passende und gezielte Behandlung.
Mit guter Beobachtung und schnellem Handeln im Ernstfall geben Sie Ihrem Pferd die besten Voraussetzungen, wieder gesund und taktrein zu laufen.
Ihr Pferd lahmt und Sie möchten der Ursache sicher auf den Grund gehen? Finden Sie jetzt eine Altano-Klinik in Ihrer Nähe!
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