Sarkoid beim Pferd: Behandlungsstrategien, die funktionieren

12. Jan. 2026

Lea Brüning

Kleine, warzenartige Hautveränderungen oder größere knotige Wucherungen – Sarkoide sind die häufigsten Hauttumoren bei Pferden. Auch wenn sie nicht bösartig im klassischen Sinne sind, können sie erhebliche Probleme verursachen und neigen zu Rezidiven. Viele Pferdebesitzer sind verunsichert: Abwarten oder behandeln? Welche Therapie ist die richtige? In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie verschiedene Sarkoid-Typen erkennen, warum frühzeitiges Handeln wichtig ist und welche modernen Behandlungsmethoden wirklich helfen.

Was ist ein Sarkoid und wie entsteht es?

Das equine Sarkoid ist ein Hauttumor, der häufig durch eine Infektion mit dem Bovinen Papillomavirus (BPV, Rinderpapillomavirus) ausgelöst wird. Obwohl die Tumoren lokal wachsen und nicht metastasieren (streuen), können sie sehr hartnäckig sein und nach Behandlung häufig wiederkehren.

Wie steckt sich ein Pferd an?

Die genaue Übertragung ist nicht vollständig geklärt, aber folgende Wege werden vermutet:

  • Übertragung durch Insekten, besonders Fliegen und Bremsen, die das Virus von Pferd zu Pferd tragen
  • Direkter Kontakt zwischen Pferden ist möglich, aber nicht die Hauptübertragungsart
  • Kontakt mit kontaminierten Gegenständen (Putzzeug, Sattelzeug) ist ebenfalls ein möglicher Übertragungsweg
  • Rinder können als Virusreservoir dienen – Pferde auf Weiden mit Rinderkontakt sind möglicherweise gefährdeter.

Warum bekommt nicht jedes Pferd Sarkoide?

Es gibt eine genetische Veranlagung – manche Pferderassen und Blutlinien sind anfälliger. Besonders häufig betroffen sind Quarter Horses, Appaloosas, Araber und Warmblutpferde. Das Immunsystem spielt eine zentrale Rolle – ein geschwächtes Immunsystem begünstigt die Entwicklung. Junge Pferde im Alter von 2-6 Jahren sind häufiger betroffen, aber Sarkoide können in jedem Alter auftreten.

Wo treten Sarkoide beim Pferd auf?

Bevorzugte Stellen sind Bereiche, in denen die Haut dünn ist oder Stellen, an denen viel mechanische Reizung stattfindet. Am häufigsten betroffen sind:

  • Kopfbereich, besonders um die Augen und Ohren 
  • Bauch und Leistengegend, Innenseite der Oberschenkel 
  • Ellenbogen und Gurtlage

Sie haben Hautveränderungen bei Ihrem Pferd entdeckt? Die Spezialisten in den Altano-Kliniken können Sarkoide sicher diagnostizieren und die beste Behandlung empfehlen. Finden Sie jetzt eine Klinik in Ihrer Nähe.

Die verschiedenen Sarkoid-Typen erkennen

Es gibt verschiedene Erscheinungsformen von Sarkoiden, daher ist es nicht immer ganz einfach, ein Sarkoid als solches zu erkennen. Die korrekte Diagnose kann lediglich durch eine pathohistologische Untersuchung nach Entfernung des Tumors gestellt werden. Die verschiedenen Sarkoid-Typen können auch zusammen an einem Patienten auftreten, es gibt eine gemischte Form und sie können sich zu anderen Formen weiterentwickeln. Sarkoide wachsen manchmal lange nicht, werden bei Manipulation oder Reizung aber häufig schlagartig größer. Es gibt keine harmlosen Sarkoide.

Typ 1: Okkultes (verborgenes) Sarkoid

Aussehen:

  • Rundliche, flache, haarlose oder leicht schuppende Stellen
  • Oft mit feiner Fältelung oder „Zigarettenpapier“-Struktur
  • Unauffällig, wird leicht mit Pilzinfektionen oder Scheuerstellen verwechselt

Charakteristik:

  • Frühstadium
  • Kann über Monate stabil bleiben oder in andere Formen übergehen

Typ 2: Verruköses (warzenartiges) Sarkoid

Aussehen:

  • Warzenartig, grau-braun, trocken
  • Raue, krustige Oberfläche
  • Manchmal mit gestielten, blumenkohlartigen Arealen

Charakteristik:

  • Langsames Wachstum
  • Mechanische Reizung (Scheuern, Putzen) kann es aktivieren, so dass es sich zu einem fibroblastischen Sarkoid entwickelt

Typ 3: Noduläres (knotiges) Sarkoid

Aussehen:

  • Feste, rundliche Knoten unter der Haut
  • Glatte, gespannte Oberfläche
  • In einigen Fällen von normaler Haut überdeckt
  • Größe: haselnuss- bis faustgroß

Charakteristik:

  • Kommt häufig in der Leiste, am Schlauch beziehungsweise am Euter und an den Innenschenkeln vor
  • Wenn die Kapsel eröffnet wird, steigt das Risiko für eine fibroblastische Entartung

Typ 4: Fibroblastisches Sarkoid

Aussehen:

  • Feucht, blutend, fleischig, „roher Fleisch“-Charakter
  • Oft mit Ulzerationen, kann wie wildes Fleisch einer Wunde aussehen
  • Kann starke Exsudation oder üblen Geruch entwickeln

Charakteristik:

  • Sehr schnell wachsend
  • empfindlich gegenüber äußeren Reizen und Traumatisierung
  • Therapie schwieriger, hohe Rezidivneigung

Typ 5: Gemischtes Sarkoid

Aussehen:

  • Kombination aus verrukösen, okkulten, nodulären und/oder fibroblastischen Anteilen
  • Häufig große oder flächige Herde

Charakteristik:

  • Verhalten schwer vorhersehbar
  • Therapie muss individuell an die dominierenden Bestandteile angepasst werden

Typ 6: Malignes (bösartiges) Sarkoid (selten, aber hochaggressiv)

Aussehen:

  • Strangförmige, entzündliche, ulzerierende Läsionen
  • Entlang von Lymphbahnen oder chirurgischen Narben

Charakteristik:

  • Ausgeprägtes invasives Wachstum
  • Kann große Bereiche entstellen
  • Prognose deutlich schlechter

Die Spezialisten in den Altano-Kliniken können Sarkoide sicher diagnostizieren und die beste Behandlung empfehlen. Schauen Sie nach einer Klinik in Ihrer Nähe, wenn Bedarf da ist!

Warum „Abwarten“ keine gute Strategie ist

Viele Pferdebesitzer sind versucht, kleine Sarkoide zunächst zu beobachten. Doch das kann aus mehreren Gründen gefährlich sein:

Wachstum: Sarkoide wachsen in der Regel kontinuierlich, auch wenn es langsam geht. Auch Sarkoide, die lange Zeit unverändert bleiben, fangen meist irgendwann an, größer zu werden. Je größer sie werden, desto schwieriger wird die Behandlung.

Transformation: Harmlos aussehende okkulte oder verruköse Sarkoide können sich zu aggressiven fibroblastischen Formen entwickeln – besonders nach Verletzungen oder Irritationen.

Lokalisation: Sarkoide in kritischen Bereichen (Augenlider, Ohren, Genitalbereich) können Funktionsstörungen verursachen. Ein kleines Sarkoid am Augenlid kann noch gut behandelt werden – ein großes nicht mehr.

Behandlungserfolg: Kleine, früh behandelte Sarkoide haben eine viel bessere Prognose als große, fortgeschrittene. Ein Sarkoid, das frühzeitig und im Ganzen entfernt werden kann, hat ein geringeres Rezidivrisiko.

Grundsätzlich gilt: Ein Pferd mit Sarkoiden hat Hautkrebs, welcher frühzeitig und konsequent behandelt werden sollte. Es gibt jedoch einige Ausnahmen:  Bei sehr alten Pferden und kleinen, stabilen Sarkoiden an unkritischen Stellen kann engmaschige Beobachtung vertretbar sein – aber nur nach tierärztlicher Beratung! Aber auch hier ist regelmäßige tierärztliche Kontrolle wichtig! Bei Größenzunahme oder Veränderung sollte sofort behandelt werden.

Diagnose: So stellt der Tierarzt ein Sarkoid fest

Eine sichere Diagnose ist wichtig, denn nicht jede Hautveränderung ist ein Sarkoid: Durch eine klinische Untersuchung beurteilt Ihr Tierarzt Größe, Form, Lokalisation, Konsistenz und Typ der Hautveränderung. Es wird außerdem auf weitere Sarkoide am ganzen Körper untersucht. Wichtig ist eine detaillierte Dokumentation mit Fotos für objektive Verlaufskontrollen. 

Ein Sarkoid lässt sich nicht allein durch die klinische Untersuchung diagnostizieren, jedoch ist das Aussehen und die Lokalisation häufig ausreichend für eine Verdachtsdiagnose. Für eine gesicherte Diagnose kann eine kleine Gewebeprobe, eine sogenannte Feinnadelbiopsie, entnommen und im Labor histologisch untersucht werden. In den meisten Fällen ist jedoch die direkte chirurgische Entfernung mit nachfolgender Laboruntersuchung vorzuziehen, da die Hautveränderung häufig unabhängig von der genauen Ursache entfernt werden muss.

Differenzialdiagnosen zu einem Equinen Sarkoid sind zum Beispiel andere Hauttumoren wie Melanome (vor allem bei Schimmeln) oder Plattenepithelkarzinome (besonders häufig am Penis). Auch bei diesen Veränderungen ist eine direkte Therapie notwendig. Überschießendes Granulationsgewebe nach einer Verletzung (auch „wildes Fleisch“ genannt) kann im Aussehen einem Sarkoid ähneln, lässt sich durch die Vorgeschichte jedoch meistens differenzieren. 

Moderne Behandlungsoptionen: Was wirklich hilft

Für Sarkoide stehen heute zahlreiche Therapieansätze zur Verfügung. Keine Methode garantiert einen hundertprozentigen Erfolg, doch die Heilungschancen haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Je nach Lokalisation, Größe und Typ des Sarkoids wird Ihr Tierarzt Ihnen die für den speziellen Fall sinnvollste Variante empfehlen.

1. Chirurgische Entfernung

Wenn die Größe und Lokalisation des Sarkoids es zulässt, ist die komplette chirurgische Entfernung des Tumors immer das Mittel der Wahl. Kleinere, klar abgrenzbare Sarkoide in Bereichen mit viel gesunder Umgebung lassen sich in vielen Fällen erfolgreich operativ entfernen. Die Chancen stehen gut, dass sie danach nicht wieder auftreten. Wichtig ist allerdings, dass zusätzlich mindestens zwei Zentimeter gesundes Gewebe rund um den Tumor entfernt werden. Wenn es nicht möglich ist, den Tumor im gesunden Gewebe zu entfernen, kann die Chirurgie mit weiteren Therapieoptionen kombiniert werden.

2. Entfernung mittels Laserchirurgie

Hierbei wird der Tumor ebenfalls chirurgisch entfernt, jedoch wird anstelle eines Skalpells ein Laser verwendet, welcher gleichzeitig Blutgefäße verödet und die Schnittstellen sterilisiert. CO2-Laser oder Nd:YAG-Laser können Sarkoide präzise entfernen und verursachen weniger Schäden am umliegenden Gewebe. Die Laserchirurgie ist besonders geeignet für Sarkoide an empfindlichen Stellen (Augenlider, Genitalbereich). Die Entfernung mittels Laser kann genauso wie die mittels Skalpell mit weiteren Therapieoptionen kombiniert werden, um das Rezidivrisiko zu senken.

3. Intratumorale Elektrochemotherapie

Diese Behandlung ist eine Kombination aus Chemotherapie und elektrischen Impulsen. Ein Chemotherapeutikum (zum Beispiel Cisplatin) wird direkt in das Sarkoid gespritzt. Die elektrischen Impulse öffnen die Zellmembranen der Tumorzellen, sodass das Chemotherapeutikum besser eindringt. Diese moderne Therapiemethode ist für viele Lokalisationen geeignet (auch an den Augenlidern) und hat eine gute Wirksamkeit. Die Behandlung muss von einem erfahrenen Tierarzt durchgeführt werden, es sind meist mehrere Sitzungen notwendig. Der Umgang mit Chemotherapeutika erfordert besondere Schutzmaßnahmen.

4. Kombinationstherapie

Besonders effektiv ist eine laserchirurgische Entfernung des Sarkoids mit nachfolgender Elektrochemotherapie in die verbleibenden Wundränder. Dies ist nach aktuellem Stand der Wissenschaft die Therapie mit der höchsten Erfolgsrate. Besonders, wenn Sarkoide aufgrund ihrer Größe oder Lokalisation nicht komplett chirurgisch entfernt werden können, ist diese Kombination das Mittel der Wahl.

5. BCG-Immuntherapie (Tuberkulin-Impfstoff)

BCG ist ein Tuberkulose-Impfstoff, der ins Sarkoid injiziert wird und eine starke Immunreaktion auslöst. Es können mehrere Injektionen im Abstand von 2 Wochen durchgeführt werden. Diese Methode ist besonders bei periokulären Sarkoiden eine gute Option.

6. Topische Therapie mit Salben und Cremes

Eine alleinige topische Behandlung von Sarkoiden sollte nur erfolgen, wenn eine chirurgische Exzision keine Option ist. Nach einer Entfernung mit Skalpell oder Laser kann die Nutzung von Salben oder Cremes indiziert sein, um das Rezidivrisiko zu minimieren. Hierfür gibt es verschiedene Optionen:

  • 5-Fluoruracil-Salbe: Chemotherapeutikum, blockiert die Zellteilung und ruft eine Entzündungsreaktion hervor
  • AW4-Lösung (Liverpool Cream, 5-Fluoruracil + Schwermetallsalze): am häufigsten eingesetzte topische Therapie, Creme wird vom Tierarzt in Intervallen aufgetragen, ruft eine starke Entzündungsreaktion hervor
  • Aciclovir-Creme: Aciclovir als antivirales Medikament soll das Immunsystem stimulieren, hat kaum Nebenwirkungen 
  • Imiquimod (Aldara-Creme): starke Stimulation des Immunsystems, verursacht lokale Entzündungsreaktion

7. Kryotherapie (Vereisung)

Sarkoide werden mit flüssigem Stickstoff vereist und so infizierte Zellen zerstört. Meist sind mehrere Behandlungen notwendig und es kann zu starken Schwellungen nach der Behandlung kommen. Diese Methode ist besonders für kleine, oberflächliche Sarkoide geeignet, diese können in den meisten Fällen jedoch auch chirurgisch gut entfernt werden. 

8. Strahlentherapie (Brachytherapie)

Hierbei werden radioaktive Implantate direkt ins Sarkoid eingebracht. Diese Methode ist besonders bei großen Sarkoiden sehr effektiv. Ein Nachteil dieser Methode ist, dass sie sehr kostspielig ist und ausschließlich in spezialisierten Kliniken angeboten wird. Zudem muss das Pferd während der Behandlung aus Gründen des Strahlenschutzes isoliert werden.  Nur wenige Kliniken in Europa verfügen über die logistischen Möglichkeiten, diese Therapie anzubieten.

Ihr Pferd hat ein Sarkoid und Sie sind unsicher über die beste Behandlung? Die Experten der Altano Group beraten Sie individuell. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf.

Rezidive vermeiden: So senken Sie das Rückfallrisiko

Sarkoide sind sogenannte semimaligne Tumoren, das bedeutet, sie neigen dazu, wiederzukommen, metastasieren jedoch nicht an andere Stellen des Körpers. Diese Maßnahmen helfen, das Rezidivrisiko zu senken:

Während der Behandlung:

  • Konsequente Durchführung der Therapie – nicht vorzeitig abbrechen!
  • Vermeiden Sie jede Reizung des behandelten Bereichs 
  • Insektenschutz – Fliegen können die Heilung stören 
  • Überwachen Sie die Heilung engmaschig

Nach erfolgreicher Behandlung:

  • Regelmäßige Kontrolle der behandelten Stelle durch den Tierarzt 
  • Fotografische Dokumentation zum Vergleich 
  • Bei ersten Anzeichen eines Rezidivs sofort handeln! 
  • Stärkung des Immunsystems durch optimale Fütterung und Haltung

Langfristig:

  • Kontrollieren Sie regelmäßig den ganzen Körper auf neue Sarkoide
  • Insektenschutz während der gesamten Weidesaison 
  • Bei neuen Verletzungen besonders auf eine gute Wundheilung achten – wildes Fleisch kann sich zu einem fibroblastischen Sarkoid entwickeln

Sie benötigen Unterstützung bei der Nachsorge und Rezidivprophylaxe? Die Tierärzte der Altano Gruppe begleiten Sie durch die gesamte Behandlung. Vereinbaren Sie einen Termin.

Was Sie auf keinen Fall tun sollten

Selbst herumschneiden oder „Hausmittel“ ausprobieren: Dies kann okkulte oder verruköse Sarkoide in aggressive Formen verwandeln! Alternative Methoden wie die Anwendung von Thuja oder Teebaumöl führen durch eine lokale Reizung häufig zu einer starken Verschlechterung des Zustandes.

„Abwarten und Tee trinken“: Kleine Sarkoide sind viel leichter zu behandeln als große. Früh handeln zahlt sich aus! Es ist leider nicht zu erwarten, dass ein Sarkoid von alleine kleiner wird oder verschwindet.

Behandlung abbrechen, wenn es besser aussieht: Viele Therapien brauchen Wochen bis Monate. Zu frühes Abbrechen kann zu Rezidiven führen.

Vorbeugung: Kann man Sarkoide verhindern?

Es gibt derzeit keine wissenschaftlich belegte, wirklich wirksame Prophylaxe gegen Sarkoide beim Pferd. Es gibt jedoch wichtige Maßnahmen zur Risikominimierung, die nach heutiger tiermedizinischer Erkenntnis als sinnvoll gelten. 

  1. Hautverletzungen vermeiden, da Bovine Papillomaviren durch mikroskopisch kleine Hautläsionen in die Haut gelangen 
  2. Insektenschutz, besonders in der Weidesaison 
  3. Wunden konsequent hygienisch versorgen (Reinigung und Desinfektion)
  4. Kontakt zu erkrankten Pferden reduzieren (kein gemeinsames Putzzeug)
  5. Immunsystem stabil halten – kein direkter Schutz, aber bessere Tumorabwehr

Am Wichtigsten sind neben diesen Maßnahmen die regelmäßige Kontrolle und frühzeitige Intervention. Je früher man ein Sarkoid bemerkt und behandelt, desto größer sind die Erfolgschancen der Therapie.

Fazit: Früh agieren, richtig behandeln, konsequent nachsorgen

Sarkoide beim Pferd sind die häufigsten Hauttumoren und sollten weder ignoriert noch auf die leichte Schulter genommen werden. 

Equine Sarkoide sind gutartige, aber lokal sehr aggressive Hauttumoren, die ohne Behandlung meist weiter wachsen und sich ausbreiten. Wichtig zu wissen ist, dass Sarkoide nicht von selbst verschwinden, sich durch Reibung oder unsachgemäße Manipulation sogar verschlimmern können und häufig neue Herde entstehen. Eine frühe tierärztliche Diagnose und eine passende, individuell ausgewählte Therapie verbessern die Erfolgschancen deutlich und verhindern, dass kleine Veränderungen zu großen, schwer behandelbaren Tumoren werden.

Da jedes Sarkoid anders reagiert, gibt es keine Standardtherapie, aber viele wirksame Optionen – von Medikamenten und Salben über chirurgische Verfahren bis hin zur Lasertherapie und Immunmodulation. Entscheidend ist, den Tumor nicht zu reizen, eng mit dem Tierarzt zusammenzuarbeiten und Veränderungen regelmäßig zu kontrollieren. 

Mit rechtzeitigem Eingreifen und der richtigen Behandlung lassen sich Sarkoide in vielen Fällen gut kontrollieren und das Pferd bleibt langfristig beschwerdefrei.

Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir in unseren Texten überwiegend das generische Maskulinum. Selbstverständlich beziehen sich alle Personenbezeichnungen gleichermaßen auf alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform dient ausschließlich der besseren Verständlichkeit und ist wertfrei zu verstehen.

Partner werden

Erfahren Sie mehr über die Altano Gruppe und wofür wir stehen

Background Pattern Desktop
Background Pattern Mobile