Gewichtsverlust beim Pferd: Ursachen systematisch aufdecken

12. Jan. 2026

Lea Brüning

Sie machen sich Sorgen, weil Ihr Pferd trotz ausreichender Fütterung immer dünner wird und die Rippen sich deutlich abzeichnen? Gewichtsverlust bei Pferden kann vielfältige Gründe haben – von Zahnproblemen bis hin zu ernsthaften inneren Erkrankungen. Entscheidend ist eine systematische Ursachensuche. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen, welche Untersuchungen wichtig sind und wie Sie Ihrem Pferd helfen können, wieder zu einem gesunden Gewicht zu finden.

Ab wann ist ein Pferd zu dünn?

Nicht jedes schlanke Pferd ist automatisch zu dünn. Der Body Condition Score (BCS) ist eine standardisierte Methode zur Beurteilung der Körperkondition. 

Die Skala reicht von 1 (extrem abgemagert) bis 9 (extrem adipös).

  • BCS 1 – Extrem abgemagert:
    • Knochen von Rippen, Schulter, Hüfte und Rücken ragen stark hervor
    • Keine tastbaren Fettdepots 
  • BCS 2-3 – Sehr dünn:
    • Rippen, Schulterblätter und Hüftknochen deutlich sichtbar
    • Minimale Fettabdeckung 
  • BCS 4-5 – Ideal:
    • Rippen sind leicht zu ertasten, aber nicht sichtbar 
    • Gleichmäßige Fettabdeckung
  • BCS 6-7 – Übergewichtig:
    • Rippen schwer zu ertasten 
    • Deutliche Fettdepots
  • BCS 8-9 – Adipös:
    • Rippen nicht zu ertasten 
    • Ausgeprägte Fettdepots am ganzen Körper

Wie beurteilen Sie den Ernährungszustand?

  • Rippen: Sollten leicht zu ertasten sein, aber nicht hervorstehen
  • Rücken: Die Wirbelsäule sollte nicht hervorragen
  • Kruppe: Die Hüftknochen sollten nicht stark hervorstehen
  • Schulter: Schulterblätter sollten nicht spitz herausragen
  • Halsansatz: Bei zu dünnen Pferden ist der Hals oft eingefallen, zu dicke Pferde haben häufig deutliche Fettablagerungen am Mähnenkamm.

Die häufigsten Ursachen, wenn das Pferd abnimmt

1. Unzureichende Futteraufnahme oder erhöhter Energiebedarf

Das Pferd bekommt insgesamt zu wenig Futter. Dies kann an schlechter Futterqualität liegen oder an Futter mit geringem Nährwert. Rangniedrige Pferde werden unter Umständen von anderen vom Futter vertrieben, auch Stress durch eine schlechte Herdendynamik oder suboptimale Haltungsbedingungen kann die Futteraufnahme beeinflussen. Eine weitere mögliche Ursache für einen Gewichtsverlust kann intensives Training oder eine ungewohnte körperliche Belastung ohne entsprechende Futteranpassung sein. Auch tragende oder laktierende Stuten haben einen erhöhten Energiebedarf. Im Fellwechsel, besonders im Frühjahr und Herbst, benötigen Pferde zusätzlich Energie, vor allem ältere Pferde oder Pferde mit Grunderkrankungen wie Stoffwechselproblemen. Ältere Pferde mit schlechter Futterverwertung haben generell einen erhöhten Energiebedarf.

2. Zahnprobleme:

Erkrankungen des Gebisses sind eine häufige Ursache für Gewichtsverlust bei Pferden. Scharfe Kanten, fehlende Zähne oder Zahnfleischentzündungen verhindern effektives Kauen. Das Pferd nimmt Futter auf, kann es aber nicht richtig zerkleinern und verwerten.

3. Parasitenbefall

Hochgradige Verwurmung ist ein häufiger Grund für Abmagerung. Würmer im Darm entziehen dem Körper Nährstoffe, dies ist besonders bei starkem Befall durch unzureichende Entwurmung für das Pferd relevant. Neben Abmagerung kann ein Parasitenbefall auch zu Kolik und Durchfall führen. Besonders Jungpferde sind häufiger von starker Verwurmung betroffen.

4. Magen-Darm-Erkrankungen

Verschiedene Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes können zu Gewichtsverlust führen. Magengeschwüre verursachen Schmerzen und Appetitlosigkeit und führen so zu verminderter Futteraufnahme. Chronische Darmentzündungen beeinträchtigen die Resorption von Nährstoffen. Sandansammlungen im Darm können Koliken auslösen und die Nährstoffaufnahme verringern.

5. Chronische Erkrankungen oder Infektionen:

Stoffwechselerkrankungen wie das Equine Cushing-Syndrom (medizinisch korrekt Pituary Pars Intermedia Dysfunciton (PPID) genannt)  können zu Muskelabbau und Gewichtsverlust führen.  Auch chronische Leber- oder Nierenerkrankungen können eine mögliche Ursache für Abmagerung sein. Bei chronischen Entzündungen verbraucht der Körper viel Energie für die Immunabwehr und verliert so Nährstoffe. 

6. Tumorerkrankungen:

Tumoren sind gerade bei älteren Pferden eine mögliche Ursache für Abmagerung. Besonders Lymphome oder Tumore im Bauchraum sind beim Pferd oft schwer zu diagnostizieren, können das Allgemeinbefinden des Pferdes jedoch stark beeinträchtigen. Tumorerkrankungen können auch zu Kolik, Veränderungen des Blutbildes und weiteren körperlichen Symptomen wie Ödemen führen.

Ihr Pferd nimmt ab und Sie finden die Ursache nicht? Die Spezialisten in den Altano-Kliniken führen eine umfassende Diagnostik durch. Finden Sie jetzt eine Klinik in Ihrer Nähe.

Der diagnostische Stufenplan: So gehen Sie systematisch vor

Wenn Ihr Pferd zu dünn ist, sollten Sie diese Schritte nacheinander abarbeiten:

Stufe 1: Basis-Check durch den Pferdebesitzer

Futtermenge überprüfen: Wiegen Sie das Futter! Pferde benötigen mindestens 1,5 bis 2 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht täglich. Ein 500kg schweres Pferd braucht also 7,5 bis 10 kg Heu pro Tag – plus Kraftfutter je nach Bedarf. Wiegen Sie Ihr Pferd, wenn Sie sich unsicher sind, wie schwer es ist. So kann ein Gewichtsverlust objektiv dokumentiert werden.

Futterqualität beurteilen: Ist das Heu schimmelig, staubig oder von schlechter Qualität? Riechen Sie daran – gutes Heu riecht aromatisch und ist grünlich.

Fressverhalten beobachten: Frisst das Pferd langsam oder lässt Futter liegen? Wird es von anderen Pferden vertrieben? Anzeichen für Zahnprobleme: Das Pferd wickelt Heu (bildet Heuballen im Maul und spuckt sie aus). Es kann einseitiges Kauen oder Kopfschiefhaltung beim Fressen auffallen. Unangenehmer Geruch aus dem Maul, vermehrter Speichelfluss oder Widerstand gegen das Gebiss beim Reiten können ebenfalls auf Zahnprobleme hindeuten.

Kotbeschaffenheit prüfen: Sind ganze Heufasern oder Getreidekörner im Kot sichtbar? Dies kann ein Hinweis auf schlechte Verdauung oder Zahnprobleme sein.

Stufe 2: Tierärztliche Basisuntersuchung

Anamnese: Sie berichten Ihrem Tierarzt die Symptome Ihres Pferdes. Alles, was Ihnen aufgefallen ist, kann relevant sein. Dokumentieren Sie, seit wann das Pferd Gewicht verliert und ob es weitere Probleme oder Krankheiten gibt, die bereits bekannt sind.

Allgemeine klinische Untersuchung: Dies ist die allererste tierärztliche Untersuchung. Das Pferd wird gründlich untersucht, ob es klinische Auffälligkeiten gibt. Es werden unter anderem Herzfrequenz, Atemfrequenz und Temperatur bestimmt.  

Je nachdem, was Ihr Tierarzt bei der Allgemeinuntersuchung findet, werden weitere Schritte in die Wege geleitet und weitere Untersuchungen durchgeführt. Nicht immer können alle Untersuchungen im Heimatstall durchgeführt werden, unter Umständen wird eine Überweisung in eine Pferdeklinik zur weiteren Diagnostik notwendig.

Zahnkontrolle: Dies ist ein wichtiger Schritt! Lassen Sie die Zähne gründlich untersuchen und bei Bedarf behandeln. Auch kleine Zahnprobleme können große Auswirkungen haben. Häufige Zahnprobleme sind scharfe Kanten an den Backenzähnen, diese entstehen durch ungleichmäßige Abnutzung. Fehlende Zähne können besonders bei älteren Pferden Probleme verursachen. EOTRH (Equine Odontoclastic Tooth Resorption and Hypercementosis) ist eine schmerzhafte Erkrankung der Schneidezähne, die vor allem bei älteren Pferden auftritt. Um einem Gewichtsverlust durch Zahnprobleme vorzubeugen, sollten Zahnkontrollen durch den Tierarzt mindestens einmal jährlich, bei älteren Pferden zweimal jährlich durchgeführt werden.

Kotuntersuchung: Eine parasitologische Untersuchung des Kotes wird zum Ausschluss eines Parasitenbefalls durchgeführt. Bei Verdacht kann diese Untersuchung nach 2 Wochen wiederholt werden.

Stufe 3: Labordiagnostik

Wenn die Basisuntersuchung keine klare Ursache zeigt, können Laboruntersuchungen weitere Hinweise liefern. Der erste Schritt ist hierbei eine Blutuntersuchung, weitere Tests können im Anschluss an die spezifische Diagnostik notwendig werden. Manchmal liefert ein großes Blutbild bereits Erkenntnisse, wo die Ursache für die Abmagerung zu suchen ist. Des Weiteren können spezielle Erkrankungen wie Cushing (PPID) mittels Blutuntersuchung diagnostiziert werden. Ein rotes Blutbild sowie die Bestimmung des Serum-Amyloid-A-Wertes können Hinweise auf eine akute Entzündung geben.

Stufe 4: Weiterführende Diagnostik

Wenn immer noch keine Ursache gefunden wurde, ist es meist sinnvoll, das Pferd zur detaillierten Abklärung der Problematik in einer Klinik vorzustellen. Hierbei können verschiedene Untersuchungen notwendig werden, zum Beispiel:

  • Magenspiegelung (Gastroskopie):  Magenulcera (EGUS) können zu schlechter Futteraufnahme und Gewichtsverlust führen
  • Ultraschall des Bauchraums: Die Beurteilung von Leber, Nieren, Milz und Darm kann wichtige Hinweise liefern. Wenn in der Bauchhöhle freie Flüssigkeit vorhanden ist, kann diese ggf. punktiert werden. 
  • Rektale Untersuchung: Das Abtasten der inneren Organe vom Enddarm aus gehört zu den Standarduntersuchungen. Hierbei kann auch die Kotkonsistenz, Menge und Geruch beurteilt werden.
  • Röntgen oder weitere bildgebende Verfahren:  Sandablagerungen im Dickdarm können röntgenologisch diagnostiziert werden.
  • Bauchhöhlenpunktion: Freie Flüssigkeit aus dem Abdomen kann nach einer Punktion im Labor untersucht werden. Dies kann Hinweise auf eine Darmerkrankung oder einen Tumor liefern.
  • Glucose-Resorptions-Test: Dieser Test überprüft, ob die Darmwand Nährstoffe normal absorbiert oder ob dort ein Problem vorliegt.

Fütterungsoptimierung: So helfen Sie Ihrem Pferd zuzunehmen

Wenn die Ursache gefunden und behandelt ist, geht es an die Fütterungsoptimierung:

Grundprinzip: Raufutter, Raufutter, Raufutter!

Erhöhen Sie die Heumenge auf 2 bis 2,5 Prozent des Körpergewichts. Bei Zahnproblemen können eingeweichte Heucobs als Alternative genutzt werden. Füttern Sie mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt. Es sollte hochwertiges, energiereiches Heu gewählt werden.

Kraftfutter gezielt einsetzen:

Wählen Sie ein hochwertiges, leicht verdauliches Kraftfutter. Getreide liefert schnell Energie, sollte aber in Maßen eingesetzt werden. Öle (Leinöl, Reiskeimöl) sind energiereiche Ergänzungen – 50-100 ml können täglich gefüttert werden. Die Menge an Öl kann gesteigert werden, die Pferde benötigen jedoch eine langsame Gewöhnung. Luzerne (als Cobs oder Häcksel) ist protein- und energiereich. Mash ist leicht verdaulich und kann zusätzlich gefüttert werden.

Spezialfutter für untergewichtige Pferde:

Es gibt kommerzielle Aufbaufutter mit hoher Energiedichte. Diese enthalten oft Öle, Luzerne und leicht verdauliche Fasern. Besonders bei älteren Pferden oder nach Krankheiten kann der Einsatz solcher Spezialfutter sinnvoll sein.

Zusatzstoffe zur Unterstützung:

  • Probiotika unterstützen die Darmflora
  • Bierhefe fördert Appetit und Verdauung  
  • Mineralfutter sollte zur Deckung des Bedarfs immer in ausreichender Menge gefüttert werden

Wichtig: Steigern Sie die Futtermenge langsam! Abrupte Änderungen können zu Koliken oder Durchfall führen. Erhöhen Sie die Menge über 2 bis 3 Wochen schrittweise.

Sie möchten eine individuell angepasste Fütterungsberatung für Ihr Pferd? Die Experten der Altano Gruppe helfen Ihnen gerne. Vereinbaren Sie einen Termin.

Besondere Herausforderungen: Ältere Pferde

Warum nehmen alte Pferde schwerer zu?

Ältere Pferde haben häufig eine schlechtere Verdauungsleistung – der Darm arbeitet nicht mehr so effizient. Das Pferd frisst genug, nimmt aber die Nährstoffe schlechter auf. Außerdem sind Zahnprobleme häufiger, die Energieaufnahme sinkt dadurch, obwohl das Pferd scheinbar gut frisst. Verminderter Appetit kann ein weiterer Grund sein. Altersbedingte Stoffwechselveränderungen (vor allem Cushing) führen zu Muskelabbau, Fettumverteilung und einem schlechteren Futterverwertungsvermögen. Durch den Abbau der Muskulatur wirkt das Pferd dünner, selbst bei normalem Appetit. Altersbedingte Organprobleme, wie Lebererkrankungen oder Niereninsuffizienz, bedingen, dass Energie weniger gut genutzt werden kann.

Lösungsansätze für Senioren:

Eingeweichte Heucobs oder pelletiertes Heu sind leichter zu kauen und sollten daher zusätzlich angeboten werden. Senior-Kraftfutter mit hoher Energiedichte kann bei geringem Appetit helfen, den Kalorienbedarf des Pferdes zu decken. Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt setzen immer neue Reize und steigern die Futteraufnahme. Regelmäßige Zahnkontrollen (2-mal jährlich) sollten Standard sein bei älteren Pferden. Grunderkrankungen des Pferdes müssen konsequent behandelt werden. Zum Beispiel ist bei diagnostizierter PPID (Cushing) eine dauerhafte medikamentöse Behandlung mit Prascend notwendig. Ergänzung von Futtermitteln mit Aminosäuren zum Muskelerhalt können helfen, altersbedingten Muskelabbau zu verringern.

Sie möchten eine individuell angepasste Fütterungsberatung für Ihr älteres Pferd? Die Experten der Altano Gruppe helfen Ihnen gerne. Vereinbaren Sie einen Termin.

Wie schnell sollte ein Pferd zunehmen?

Geduld ist gefragt! Eine zu schnelle Gewichtszunahme kann schädlich sein.

Realistisches Tempo:

Ein gesundes Pferd sollte etwa 0,5 bis 1 kg pro Woche zunehmen. Das entspricht etwa 2 bis 4 kg pro Monat. Um einen BCS-Punkt zu steigern, dauert es etwa 6 bis 12 Wochen. Wenn eine zugrunde liegende Grunderkrankung erfolgreich therapiert wurde, kann die Gewichtszunahme unter Umständen schneller erfolgen.

Überwachen Sie den Fortschritt:

Wiegen Sie Ihr Pferd regelmäßig (Pferdewaage oder Gewichtsband). Fotografieren Sie das Pferd alle 2 Wochen aus der gleichen Perspektive. Beurteilen Sie den BCS monatlich. Passen Sie die Futtermenge bei Bedarf an.

Warnsignale:

Wenn das Pferd trotz optimierter Fütterung nicht zunimmt, stimmt etwas nicht. Suchen Sie erneut nach der Ursache. Lassen Sie weitere Untersuchungen durchführen.

Häufige Fehler bei der Gewichtszunahme

Vermeiden Sie diese typischen Fehler:

Fehler 1: Zu viel Kraftfutter auf einmal: Dies kann zu Verdauungsproblemen, Koliken oder Hufrehe führen. Besser: Mehrere kleine Portionen.

Fehler 2: Raufutter vernachlässigen: Kraftfutter allein macht nicht satt und gesund. Die Basis muss immer ausreichend Raufutter sein.

Fehler 3: Zu schnelle Futterumstellung: Der Verdauungstrakt braucht Zeit zur Anpassung. Ändern Sie die Fütterung schrittweise über 2-3 Wochen.

Fehler 4: Ursache nicht abklären: Wenn Sie nur mehr füttern, ohne die Grunderkrankung zu behandeln, wird das Pferd nicht zunehmen.

Fehler 5: Ungeduld: Gewichtszunahme braucht Zeit. Erwarten Sie keine Wunder innerhalb von Wochen.

Fehler 6: Bewegung vernachlässigen: Auch untergewichtige Pferde brauchen Bewegung. Diese fördert Appetit, Muskelaufbau und Wohlbefinden. Natürlich muss das Training angepasst an den Zustand des Pferdes sein, einige Grunderkrankungen führen dazu, dass das Pferd gar nicht oder nur sehr wenig bewegt werden darf.

Ihr Pferd benötigt eine umfassende Diagnostik? Die Altano-Kliniken verfügen über modernste Untersuchungsmöglichkeiten. Nehmen Sie jetzt Kontakt auf.

Prognose: Kann mein Pferd wieder zunehmen?

Die Aussichten hängen stark von der Ursache ab: Wenn die Grunderkrankung behandelt werden kann, ohne dass Folgeprobleme zurückbleiben, ist die Prognose für die Gewichtszunahme günstig. Hierzu gehören zum Beispiel Zahnprobleme nach Behandlung oder eine Optimierung des Haltungs- und Fütterungsmanagements. Pferde mit chronischen Darmentzündungen oder Magengeschwüren benötigen dauerhaft ein Diätmanagement, auch ältere Pferde können mit angepasster Fütterung zwar wieder gut zunehmen, müssen aber dauerhaft ein gutes Fütterungsmanagement bekommen. Erkrankungen, die nicht therapierbar sind, haben eine schlechte Prognose für eine langfristige Gewichtszunahme. Dies betrifft Pferde mit Tumorerkrankungen, chronischen Niereninsuffizienzen oder Pferde, bei denen die Ursache für den Gewichtsverlust nicht gefunden werden kann.  

In den meisten Fällen ist die Prognose jedoch gut, wenn die Ursache gefunden und behandelt wird!

Fazit: Systematisch vorgehen führt zum Erfolg

Wenn Ihr Pferd zu dünn ist, ist eine systematische Ursachensuche entscheidend. 

Beurteilen Sie den Ernährungszustand objektiv anhand des Body Condition Score. Beginnen Sie mit den häufigsten Ursachen – Zahnkontrolle und Futterüberprüfung. Lassen Sie bei unklarer Ursache eine umfassende Diagnostik durchführen. Optimieren Sie die Fütterung schrittweise und mit Geduld. Überwachen Sie den Fortschritt regelmäßig und passen Sie die Maßnahmen an. Bei chronischem oder unerklärlichem Gewichtsverlust: Zögern Sie nicht mit weiterführender Diagnostik.

Mit dem richtigen Vorgehen und etwas Geduld finden die meisten untergewichtigen Pferde zurück zu einem gesunden Körpergewicht und damit zu mehr Lebensqualität.

Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir in unseren Texten überwiegend das generische Maskulinum. Selbstverständlich beziehen sich alle Personenbezeichnungen gleichermaßen auf alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform dient ausschließlich der besseren Verständlichkeit und ist wertfrei zu verstehen.

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